60aufwärts

Rückblick

  • Leben in Würde - Patientenverfügung

    Das Extrazimmer in Brunners Bräu war mit mehr als 50 Besuchern bummvoll, als Frau
    Dr. Elisabeth Doenicke-Wakonig auf Einladung des Vereines 60 aufwärts einen vor Lebenslust und vor allem vor Achtung vor dem Leben sprühenden Vortrag zum Thema Patientenverfügung hielt.

    Dr. Doenicke-Wakonig, die stark im palliativen Bereich engagiert ist, war blendender Laune und super in Form. Es war ihre Erfahrung im Umgang mit schwerst kranken Menschen zu spüren. Sie war den Zuhörern total zu gewendet und vermochte jenseits des gedruckten Ratgebers zum Thema eine klare, verständliche und einfache Einsicht zu bieten. Der Hauptpunkt, den uns Frau Dr. Doenicke-Wakonig deutlich vor Augen hielt, war der, dass, wer über das Ende seines Lebens selbst bestimmen möchte, auch wenn er dann nicht mehr ganz seiner mächtig ist, eine Patientenverfügung erstellen sollte.

    Wenn man nicht Versuchskaninchen sein und verhindern möchte, dass Medikamente und Behandlungen an einem ausprobiert werden, dann sollte man rechtzeitig festlegen, was man im Extremfall zulassen möchte und was nicht. Es geht darum, die letzte Zeit in diesem jetzigen Leben so leicht wie möglich zu gestalten, schmerzfrei jedenfalls.

    Es gilt, zu klären, was ist mir im Leben wichtig, was will ich noch zu Ende bringen, wie kann ich noch mit Lebensqualität existieren, auch die Fragen nach dem Danach, die nicht nur religiöse Menschen stellen, ist wichtig, wie lerne ich los zu lassen und los gelassen zu werden, ich möchte nicht allein sterben usw. Alle Beteiligten sollen zusammenwirken können, dass das Leben nicht in Verzweiflung und Trauer endet, sondern in Gelassenheit und Frieden zur Vollendung geführt werden kann!

    Diese ganzen Fragen sind mit einem Prozess verbunden, der frühzeitig in Angriff genommen werden sollte und in die die Umgebung eines noch gesunden und dann auch in die eines kranken Menschen einbezogen werden müsste, damit die letzte Lebenszeit ein wichtiger Teil eines gelungenen Lebens werden kann, in Frieden für alle Beteiligten, inklusive des Betreuungspersonals.

    In einer Patientenverfügung sind auch die Rechte jedes Menschen als Patient festgelegt, wie das Recht auf beste Behandlung, auch in aussichtslosen Fällen, Basispflege, Schmerzlinderung, Grundernährung, sowie auch das Recht auf Information und eine Pflege nach neuestem wissenschaftlichem Stand. Das Akzeptieren des Patientenwillens ist oberstes Gebot, auch das Akzeptieren des Willens zu Sterben, wobei aber die aktive Beihilfe dazu unter Strafe steht. Auch das Recht auf „unvernünftige“ Entscheidungen des Patienten, die den Angehörigen und dem Betreuungspersonal nicht sinnvoll erscheinen, sind zu akzeptieren.

    Dr. Doenicke-Wakonig verteilte Unterlage zur Patientenverfügung welche alle notwendigen Details enthielten. Nicht jeder Arzt ist bereit, eine PV mit dem Patienten zu machen, obwohl es sinnvoll wäre, wenn der Hausarzt eine solche, gemeinsam mit seinem Patienten erstellen würde. Auch muss die PV noch von einem Notar beglaubigt werden!

    Einige der Zuhörer haben schon eine PV, andere haben sich nach dem Vortrag sicher entschlossen eine solche in Angriff zu nehmen. Alles in allem wurden wir in einer guten Weise darauf aufmerksam gemacht, behutsam mit dem Leben umzugehen und es dankbar zu seinem Ziel zu führen, auch durch eine Patientenverfügung.

  • Spanische Hofreitschule, Parlament und Prunksaal der Nationalbibliothek

    war das Ziel von mehr als 20 Mitglieder von 60 aufwärts. Sie sahen die Morgenarbeit in der weltberühmten Spanischen Hofreitschule in Wien. Dabei konnte beobachtet werden, wie die Pferde auf ihre Auftritte vorbereitet werden. Im Anschluss war die seltene Möglichkeit eines Stallbesuches, um die Lipizzaner ganz aus der Nähe zu sehen und mit viel Informationen von Herrn Christian Bachinger, einer der führenden Bereiter.
    Nach einer kurzen Stärkung war der nächste Höhepunkt der Besuch im derzeitigen Parlament mit einer ausführlichen Führung und einer Multimediashow über die Entstehung des Parlamentarismus.
    Die Mitwirkung gewählter Abgeordneter an der Gesetzgebung begann in Österreich 1861 mit dem Reichsrat. Gewählt wurde nur von Männern und nur das Abgeordnetenhaus.
    Das Männerwahlrecht zum Abgeordnetenhaus wurde nach 1867 in mehreren Schritten demokratisiert und bestand von 1907 an für alle volljährigen, d. h. 24-jährigen Männer; Frauen waren bis zum Ende der Monarchie, 1918, nicht wahlberechtigt. Erst nach der Gründung der ersten Republik waren Frauen zur Wahl zugelassen und konnten auch als Abgeordnete gewählt werden. Von 170 Abgeordnete waren nur 8 Frauen.
    Derzeit tagt der Nationalrat, auf Grund der Renovierung des Gebäudes am Ring, in den Räumlichkeiten der Hofburg.
    Zum Abschluss der Wienfahrt konnte noch der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek - die ehemalige kaiserliche Hofbibliothek - gilt als schönster Bibliothekssaal der Welt, besucht werden.

    Er wurde von 1723 bis 1726 unter Kaiser Karl VI. erbaut. Heute gilt er als barockes Gesamtkunstwerk. Vater und Sohn Fischer von Erlach waren die Architekten, die prächtigen Deckenfresken stammen von Daniel Gran. Unter den rund 200.000 Büchern, die im Prunksaal verwahrt werden, befindet sich auch die Privatbibliothek des Prinzen Eugen. Der Prunksaal bietet einen sehr exklusiven Rahmen für repräsentative Festakte, Konzerte oder Präsentationen.

    Mit einem herzlichen Dank an den Organisator und Mitglied von 60 aufwärts,
    Günter Frank, endete der Wienbesuch.

  • Dr. Wildner und meine Lunge

    Der bekannte Lungenfacharzt aus Mödling, Dr. Christoph Wildner, gab in Brunners Bräu, Münchendorf, auf Einladung des Vereines 60 aufwärts einen Überblick über die Entwicklung der Lungenheilkunde.

    Gegen Tuberkulose z.B. gab es interessanterweise erst mit Ende des 2. Weltkrieges wirksame Medikamente. Heute ist eine 100% ige Heilung dieser schweren Erkrankung in sechs bis neun Monaten möglich. Vor 1945 mussten die Erkrankten oft monatelang in den Lungenheilstätten liegen. Der Vater von Dr. Wildner war Facharztes in so einer Heilstätte.

    Aus den Betreuungsärzten in den Lungenheilstätten entstand der Beruf des Lungenfacharztes. Tuberkulose tritt häufig in ärmlichen und hygienisch wenig sorgsamen Kreisen auf und ist oft erst nach langer Zeit bemerkbar. Regelmäßige Untersuchungen, verbunden mit einem Lungenfunktionstest sind hierbei als Vorsichtsmaßnahme sehr zu empfehlen. Symptome für Tuberkulose: Husten, Atemnot, Nachtschweiß, Husten mit Blut. Wichtig wäre auch, die sogenannte Umgebungsuntersuchung bei einer Erkrankung (Untersuchung der Familie, von Freunden, Nachbarn und Bekannten). Als diese z B. unter Reagan in der USA aufgelassen wurde, häuften sich die Tuberkulosefälle. Ein schwaches Immunsystem ist anfälliger für eine Erkrankung, aber man stirbt nicht unbedingt an Tuberkulose.

    Asthmaerkrankungen: Bevor es gute Medikamente gab, bekämpfte man sie auch mit Koffein. Erste, gute Medikamente 1974: Dosierärosol. Heute sehr wichtig: Inhalier-Cortison = sehr wirksam und ungefährlich. Erkennung von Asthma: Atemnot, Husten. Die Erkrankung wird durch den Gewöhnungseffekt verschleiert. Auch aus einem Heuschnupfen kann Asthma werden.

    Bei COPD hält die Lunge lange durch. Auch hier gilt: Regelmäßige Untersuchungen verhindern größere Schäden bzw. helfen, Maßnahmen zu ergreifen. Regelmäßiges Training hebt die erfolgten Einschränkungen teilweise auf. In Wien-Oberlaa gibt es eine pulmologische Reha mit einer Dauer von sieben Wochen.

    Allgemein ist zu sagen, dass heutzutage Abgase (Diesel) und Feinstaub der Lunge überhaupt nicht zuträglich sind.

  • Sturzgefahr: Nudeln kochen!

    Fast eine Story fürs Kuriositätenkabinett, aber Realität: Unsere Referentin beim Sturzseminar, Frau Tina Koller, Betriebswirtin und Fitnesscoach aus Leidenschaft mit Interesse für die Gehirnforschung, berichtete aus eigener Erfahrung: Sie stellte einen Topf Nudeln auf den Herd, schaltete diesen ein und begann einige Dinge zu tun, um die Zeit zu nützen, bis die Nudeln gekocht wären! Plötzlich: Jessas, die Nudeln! Frau Koller stürmt in die Küche und schlittert stürzend durch das Nudelwasser, das inzwischen übergekocht war und sich anstatt im Topf auf dem Herd am Küchenboden befand.

    Dieser kleine Erfahrungsbericht ist deswegen so wichtig, weil er einen Hauptpunkt der Veranstaltung von 60 aufwärts zum Thema Stürze aufzeigte, nämlich vorzubauen, damit Stürze vermieden werden können.

    Frau Koller leitet Kurse zur Vermeidung von Stürzen im Auftrag des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Das Kuratorium befasst sich mit Forschung, Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Wobei, wie bei fast allen Kursen, die wir organisiert haben, auch beim Thema Stürze die Bewegung der allerwichtigste Punkt ist, denn durch Bewegung bleibt man mobil. Das Gehirn wird langsamer, wenn man weniger Bewegung macht, Muskeln bilden sich zurück! Wer mobil ist, ist nicht „patschert“.

    Es ist angenehmer, wenn man „leichten Fußes“ Hindernisse bewältigt, als mühsam und mit schleppendem Gang. Beispiele für vorbeugende Maßnahmen: Barrierefreiheit; Wege, die man ständig geht, auch in der Nacht, von Hindernissen freihalten; Dinge des täglichen Gebrauchs vereinfachen. Auch dazu ein Beispiel aus der Erfahrung der Referentin: In einem Haushalt hatte sich das ältere Ehepaar eine Greifzange mit längerem Stiel angeschafft, so wie man sie zum Äpfel klauben verwendet. Der Mann wollte mit dieser Greifzange ein Kaffeehäferl aus größerer Höhe herunterheben. Prompt landete das Häferl auf seinem Kopf. Auf den Vorschlag der Referentin, das Häferl weiter unten hinzustellen, da die Greifzange für schwere Dinge nicht verwendet werden darf, meinte der Mann: „Aber das Häferl steht doch schon dreißig Jahre da oben!“

    Dieses Beispiel zeigt, dass es notwendig ist, die Bereiche, in denen man lebt und sich bewegt, den sich ändernden Lebensphasen anzupassen, um Unfälle und Stürze zu vermeiden. Ein Mann, der in Pension ging und sich zu Hause nützlich machen wollte, bediente den Staubsauger. Es kam, wie es kommen musste, er stolperte über das Kabel und zog sich ein Cut am Kopf zu. Sein Fazit zum Entsetzen seiner Frau: „Ich werde nie mehr Staub saugen“.

    Das Allerwichtigste zur Sturzvermeidung ist Achtsamkeit! An fast 100% der Stürze sind wir selbst schuld. Je unbeweglicher wir mit zunehmendem Alter werden, desto gefährdeter sind wir, zu stürzen. Von über 800.000 Unfällen pro Jahr in Österreich sind über 500.000 Stürze, über 100.000 davon geschehen in Haushalten. Der Gipfel des Ganzen ist eine Dame, die des Öfteren in ihrer Wohnung Dinge von Kästen oder Stellagen herunterzuholen hatte und dabei nicht auf eine Leiter, sondern auf einen Schreibtischsessel stieg. Das ging solange gut, bis sie vom Sessel, der davon rollte, abgeworfen wurde.

    Also: Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht! In der Küche (oft gebrauchte Dinge in Augenhöhe stellen); im Bad (rutschfeste Matte, Stockerl, …); auf Stiegen (Gummileisten anbringen); beim Tragen von Gegenständen, Kisten usw., bei Sturzgefahr die Dinge die man trägt, sofort fallen lassen; an Türstaffeln farbige Neonbänder anbringen, eventuell öfter die Farbe wechseln.

    Die zwei vorgesehenen Stunden des Seminars vergingen durch die Dynamik und die gewinnende Art der Referentin wie im Flug und wir können nur versichern, dass jeder, der die Möglichkeit dazu hat ein Seminar mit Frau Koller zu besuchen dies als sehr gewinnbringend erfahren wird. Oder veranstalten Sie doch selbst ein solches Seminar in Ihrem Umfeld!

  • Polizeiliche Ermittlungen

    Letzte Meldung: Polizeiliche Ermittlungen in Brunner´s Bräu in Münchendorf

    Aus gut uniformierten Kreisen haben wir erfahren, dass erfahrene Polizeibeamte im vollbesetzten Extrazimmer des erwähnten Gasthauses, am Freitag, 22.2.2019, aus ihrem reichen Erfahrungsschatz über Pülcher-, Strizzi- und Häfeng´schichten berichtet haben.

    Der ehemalige Leiter des Wiener Sicherheitsbüros, Max Edelbacher, der Polizeidiensthundeführer Peter Steinbach, beide inzwischen Pensionisten hatten eine
    breite Erfahrungspalette zu bieten. Sie taten das in Wort und Gesang, begleitet von dem Musiker Heinz Jiras.

    Unter dem Motto „Mit Fehlschlägen lebe ich jeden Tag“ erfuhren die staunenden Zuhörer unzählige Geschichten aus dem Polizeialltag, nachdenklich stimmende und zum Lachen reizende. Eine Fülle von Originalen aus dem Polizeidienst wurden uns vorgestellt, eine breite Palette von Menschen, die im Hintergrund mit ihren Talenten für unsere Sicherheit gearbeitet haben und arbeiten.

    Bei manchen Berichten war man versucht, sie ins Reich der Legende abzuschieben, wie etwa diese Geschichte: Das Einsatzkommando wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Frau hat ihren Mann erstochen, weil er in die aufgewaschene und noch nicht abgetrocknete Küche gegangen sei. Die Kollegen kommen ins Kommissariat zurück und der diensthabende Chef fragt die Beamten: Und, habt ihr die Frau verhaftet? Nicht möglich, der Küchenboden war noch nicht trocken, war die Antwort.

    Oder eine andere Geschichte: Ein junges Beamtenteam im Streifendienst. Sie treffen kein einziges anderes Streifenauto, obwohl es noch sieben andere gibt. Plötzlich eine Einsatzmeldung: Zoff im Freudenhaus, die jungen Beamten, die kein einziges anderes Einsatzauto gesehen haben, sausen zum Einsatzort. Und was sehen sie? Alle sieben anderen Einsatzautos sind auch schon beim Freudenhaus!

    Noch viele andere unglaubliche Geschichten wurden geboten und vom zahlreichen Publikum beklatscht.

  • Behandle deine Nase gut

    Ein Kernsatz von Frau Dr. Claudia Lill beim Meeting in Brunners Bräu als Gast des Vereines 60 aufwärts.

    Die HNO-Ärztin aus Guntramsdorf, früher auch Triathletin, erwies sich als Glücksgriff. Mit einer hervorragenden Ausbildungsliste und Tätigkeit in der Forschung, lieferte sie eine sehr eindrucksvolle und verständliche Beschreibung all dessen, was es an fürchterlichen Dingen im Körper bezüglich HNO-Erkrankungen geben kann.

    Wie in der Überschrift erwähnt, erfolgt der Zugang von Viren sehr häufig über die Nase, daher ist es wichtig sorgsam auf sie zu achten, damit die Schleimhaut den Krieg gegen die eindringenden Viren gewinnen kann. Was alles an erschreckenden Dingen im Körper über die Nase passieren kann, ließ uns Zuhörer erschauern. Bei Missachtung eines beginnenden Schnupfens kann es zu weitergreifenden Erkrankungen kommen, wie
    Mittelohrentzündung, dann Verdickungen hinterm Ohr, die operiert werden müssen, bis zu Gehirnhautentzündung, Gesichtslähmung, Gehirnabszess, auch Nebenhöhlenentzündung.

    Entscheidend ist auch für die Gesundheit im HNO-Bereich, ausgewogen zu leben, viel Bewegung zu machen, die Ernährung auf die Bedürfnisse des Körpers einzustellen, zusammen mit entsprechenden Fachleuten und, speziell jetzt im Winter: durch die Nase zu atmen, denn dann kommt erwärmte Luft in die Lunge!

    Erkältungen können dadurch vermieden werden. Neben den schrecklichen Dingen, die passieren können, erklärte Frau Dr. Lill aber natürlich auch, wie vorbeugend und vor allem, wenn es Probleme gibt, durch rasche Beratung und Hilfe größere Erkrankungen und Leiden verhindert werden können.

    Auch die Themen Schnarchen, Schlafapnoe und Schilddrüse fanden Beachtung, zusammen mit der Erklärung einer Vielzahl von Behandlungsmethoden, wobei interessant war, zu hören, dass die HNO-Ärzte sozusagen, „die Schilddrüsen-OP wieder von den Chirurgen in ihren Bereich zurückgeholt haben, weil ihrer Meinung nach als Spezialisten die Anatomie des Halses perfekt kennen und die Komplikationen beherrschen können.“

    Dies war der letzte Vortrag des Vereines 60 aufwärts in diesem Jahr. Kommen sie gesund über den Winter!

    Und nicht vergessen: Durch die Nase atmen!

  • Bärentatzen und Pantherkrallen

    Am Anfang waren die Gesichter der Teilnehmer ernst bis gespannt, am Ende zeigte jedes Gesicht ein Lächeln!

    Die Teilnehmer an einer Einführung in „Samurai-Shiatsu“ durch Frau Alexandra Kriehebauer in Brunners Bräu in Münchendorf hatten die Möglichkeit diese ganzheitliche Körperarbeit, die aus dem asiatischen Raum kommt, am eigenen Leib zu erfahren. „Shiatsu“ heißt übersetzt Finger- oder Daumendruck und bringt sowohl eine Aktivierung der Selbstregulierungskräfte des Organismus wie auch eine Steigerung des körperlichen Wohlbefindens und ist für Menschen aller Altersgruppen geeignet.

    In praktischer Partnerarbeit wurden die einzelnen Übungen von Frau Kriehebauer erklärt und vorgeführt, sodass die Teilnehmer gut folgen konnten und spürten, wie beispielsweise die Handflächen der Partner sich am Rücken wie Bärentatzen entlang der Wirbelsäule hinunterbewegten und wie Pantherkrallen auf der Wirbelsäule wieder hinauf. Die Fragen an die Partner, ob sie die Berührung erlauben würden, und genauso der Dank, dass sie berührt werden durften sind nur Kleinigkeiten am Rande des Seminars, gehören aber zur heilsamen Wirkung von Shiatsu, das mit Achtsamkeit, Behutsamkeit und Wertschätzung ausgeübt wird. Zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung ist Shiatsu eine der effizientesten gesundheitsfördernden und gesundheitserhaltenden Methoden.

  • Burnout-Der Gesang der Nachtigall

    Burnout muss nicht sein! Das machte Ing. Wolfgang Wiesmaier, Lebens- und Sozialberater, auf Einladung des Vereines 60 aufwärts, einem sehr interessierten Zuhörerkreis am Freitag, 21.9. im Gasthaus Brunner in Münchendorf in einem fulminanten Vortrag deutlich.

    Mit sehr praktischen Punkten und Erfahrungen aus seiner Praxis konnte Ing. Wiesmaier den Interessierten wertvolle Tipps mit nach Hause geben. Im Grunde genommen wären ja die notwendigen Dinge, um ein Burn out zu vermeiden, sehr einfach: Geduld, Vertrauen, Achtsamkeit, Verständnis, Respekt, Anerkennung, Dank, viel Bewegung in der Natur, Frohsinn und Freude pflegen, sich an einfachen Dingen freuen, wie am Gesang einer Nachtigall, einem unscheinbaren Vogel mit einem wunderbaren Gesang.

    Perfektionismus in jeder Form: immer gut sein, immer stark sein, es jedem recht machen, fehlerlos sein, sind letztlich zum Scheitern verurteilt, weil nicht durchhaltbar und führen zu geistiger und körperlicher Erschöpfung, depressiver Stimmung, Panikattacken.

    Diese Zustände könnten mit einfachen „Auflösungssätzen“ verändert werden: Ich schau auf mich; ich mache es mir leicht; ich lass es mir gut gehen; ich muss nicht der Beste sein; ich kann Fehler machen; ich muss nicht immer perfekt sein usw. Wenn das nichts nützt, wird es notwendig sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen!

  • Ein Jahr – ein neues Leben!

    Ein fröhliches, glückliches Völkchen versammelte sich am 25. Mai 2018 zur Jahresfeier der Schlüsselübergabe im Betreuten Wohnheim „Am Apfelgrund“.

    Alle waren erstaunt darüber, wie schnell die Zeit vergangen war. Aber das ist nicht verwunderlich, war das Jahr doch mit dem Einziehen, dem Eingewöhnen und diversen Ereignissen randvoll angefüllt gewesen. Die Hausgemeinschaft hat sich sehr gut entwickelt, man kann über diese oder jene Eigenschaft eines Mitbewohners lächeln. Sich jedenfalls aber freuen, dass man sich gut versteht.

    Bald nach dem Einziehen wurde das gemeinsame Frühstück an jedem ersten Montag im Monat eingeführt. Weihnachtsfeier, ein kurzes Zusammensein am Heiligen Abend, sowie der Silvesterabend wurden in gebührender Weise begangen. Mit der Zeit nahmen die Bewohner auch an den Münchendorfer Festen und Veranstaltungen teil und wachsen dadurch schön langsam in die Dorfgemeinschaft hinein.

    Die Lage des Hauses bedingt, dass Einkaufsmöglichkeiten, Trafik, Bank, Zahnärztin, praktische Ärztin mit wenigen Schritten erreichbar sind. Das Haus liegt in einer ruhigen Zone des Dorfes gleich hinter der Kirche. Manchmal ein wenig gestört durch „ländlichen Lärm“ oder die Kirchenglocken. Wer von den Bewohnern noch gut beweglich ist und ein Fahrrad besitzt, hat hier bei uns ein weites Feld zur Betätigung.

    Wir haben bei der Feier auf das volle, pralle Leben im Haus und in der Umgebung angestoßen, uns gefreut, dass wir da sind und uns vorgenommen es noch eine gute Weile zu genießen.

  • Schmerztherapie

    Dunkle Schokolade senkt das Herzinfarktrisiko –
    Bier schwemmt Schadstoffe aus dem Körper aus

    Das sind so kleine Ausnahmen, die Frau Dr. Martha Schmid vor ihrem Vortrag für den Verein 60 aufwärts am Freitag, dem 20.4. als Bonmots zu Besten gab. Der fulminante, überzeugende und umfangreiche Vortrag selber ließ die Zuhörer von einem Staunen ins andere fallen. Im Mittelpunkt der ausführlichen Erläuterungen stand die gesundheits-gerechte Ernährung, ohne die der Körper ins Strudeln kommt und seine Kraft nicht zur Entfaltung bringen kann.

    Nach dementsprechenden Untersuchungen sind 95% der Menschen mangelernährt. Das heißt, dass was wir in uns hinein stopfen schadet dem Körper eigentlich mehr als es ihm nützt. Nur 30% des Alterungsprozesses sind genetisch bedingt, für 70% sind wir verantwortlich durch unsere Lebenshaltung. Bei Beachtung der Zusammenhänge von Geist und Seele – Bewegung – Licht – Atmung und Schlaf – Umwelt – Nahrung ist es möglich ein ausgeglichenes Leben in Gesundheit zu verbringen. Dem Körper sollten täglich 60 verschiedene Mineralstoffe, 12 verschiedene Vitamine und 16 wesentliche Aminosäuren zugeführt werden. Durch die Nahrung, die der Mensch heute für gewöhnlich zu sich nimmt, kann das nicht geschehen, da diese meistens ernährungsmäßig wertlos/tot ist.

    Hier meinte Frau Dr. Schmid könnte man mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen. Der sinnvolle Zusammenhang im Körper wird häufig durch Entzündungen gestört. Diese entstehen durch Säuren, welche wieder durch falsche Ernährung, Erkrankungen, Stress oder Umwelt entstehen. Es gibt oft nur kleine Ursachen für große Probleme: Zum Beispiel: Wer spät am Abend reichlich isst, verhindert die Regeneration und Reparation des Körpers, die im Schlaf geschieht. Die Folgen sind Verspannungen, die schließlich zu chronischen Schmerzen führen können! Oder das Problem mit dem Zucker: Zucker „füttert“ Entzündungen! Dabei wurde der Zuckerzusatz in Fertig-Nahrungsmitteln in den letzten Jahre verdoppelt bis verdreifacht.

    Was kann man mindestens tun? Die Ernährung auf gesunde Sachen umstellen, die nicht mit Haltbarkeitszusätzen und ähnlichen schädlichen Dingen versetzt sind, reines Wasser trinken, Entspannen durch Bewegung.

    Noch ein sehr interessantes Detail: Frau Dr. Schmid stellte uns ein Repuls-Gerät vor. Ein Gerät, das in neunjähriger Forschungsarbeit von der technischen Uni Wien entwickelt wurde. Dieses Gerät verhilft auf schonende und einfache Weise durch Bestrahlung mit gepulstem hoch intensivem kalten Rotlicht zu einer Abheilung von Entzündungsprozessen und trägt so zur schnellen Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen bei.

    Bei Interesse an diesem Thema vermitteln wir gerne einen Kontakt zu Frau Dr. Schmid. Verein 60 aufwärts, Kirchenplatz 4, 2482 Münchendorf. 60aufwaerts@aon.at