
Die Sommertour von Radio NÖ war am Donnerstag, dem 13. Juli bei prächtigem Sommerwetter am Kirchenplatz in Münchendorf beim dortigen Bücherflohmarkt zu Gast.
Bei Würstel und Getränken entwickelte sich vom Vormittag an ein reges Kommen und Gehen. Zuerst kamen die Kinder aus dem Sommerhort der Volksschule, um ihre Lesepässe vorzuweisen und dafür ein Dinoleiberl zu bekommen. Der Fernsehauftritt der Kinder gestaltete sich für diese zu einem fröhlichen Treiben auf dem Kirchenplatz.
Unter den wachsamen Augen von Bürgermeister Josef Ehrenberger, der mit dem Fernsehteam schon den ganzen Tag im Dorf unterwegs gewesen war, trudelten dann viele Personen aus Münchendorf und Umgebung ein und nutzten die Gelegenheit Bücher abzugeben und auch welche mitzunehmen.
Der Oldtimerbus von Radio NÖ wurde geradezu bestürmt. Viele wollten die Gelegenheit nützen, um ihre Stimme im Radio erklingen zu lassen. Moderatorin Jennifer Frank hatte alles im Griff und brachte vom „Dreimäderlhaus“ bis zu den Katzenmüttern sehr viele Menschen aus Münchendorf ans Mikrofon und damit in die Sendung, die zwischen 13 und 16 Uhr vom Kirchenplatz ausgestrahlt wurde.
Schließlich wurde auch noch die Waage aus dem Lokal des Bücherflohmarktes herbeigeschleppt, um zu zeigen, wie viele Bücher auf einen Kilo gehen! Ein Kilo Bücher wird gegen eine Spende von drei Euro abgegeben. Der Reinerlös des Bücherflomarktes dient der Ausstattung des Betreuten Wohnheimes, das hinter der Kirche in einer Bauzeit von zwanzig Monaten errichtet wurde und bereits von den 23 Mietern bezogen ist.
Im Rahmen dieses Festes wurde die bisherige Leiterin des Bücherflohmarktes Christina Sommer mit herzlichem Dank verabschiedet. Sie hat in den sechs Jahren seines Bestehens sehr viel Zeit in die Führung des Bücherflohmarktes investiert und war sehr wichtig für den Aufbau des ganzen „Betriebes“. Ihr Nachfolger Hans Jörg Lübcke hat sich bereits eingearbeitet. Moderatorin Jennifer Frank nutzte die Gelegenheit um in den ca. 20.000 Bücher umfassenden Beständen zu stöbern und einige Bücher für ihre Bibliothek mitzunehmen.
In freudiger Stimmung über ein gelungenes Fest verließen die Besucher den Platz, den dann keine Musikklänge mehr erfüllten, sondern wieder der Lärm des auf der
B 16 durchbrausenden Straßenverkehrs.
Achtung Sturzgefahr 26. Februar 2026
30 Personen hatten sich im Veranstaltungsraum eingefunden und harrten neugierig der Dinge, die mit ihnen passieren würden. Der Raum war prall gefüllt mit Erwartungen.
Diese Erwartungen wurden in den nächsten eineinhalb Stunden bei weitem übertroffen. Schwitzend und teilweise außer Atem wurden wir in die Welt der Übungen für einen gesunden und stabilen Körper eingeführt. Abwechslungsreich und mit großem Engagement wurden wir von Frau Andrea Mutschlechner in sehr sinnvolle und einfache Bewegungen eingeführt. Diese Bewegungen ermöglichen uns, den mit fortschreitendem Alter auftretenden Verlust der Muskelmasse wenigstens zum Teil auszugleichen und dadurch Stürze zu verhindern.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit können wir kleine Übungen in unsere Bewegungsabläufe einbauen, ohne eine eigene Turnstunde dazu zu benötigen. Ein Beispiel: Beim Zähneputzen am Morgen ein Bein anheben.
Viele Stürze sind eine Folge von Medikamenten, die einen Drehschwindel erzeugen können (mit Ärztin oder Arzt absprechen!)
Sollten wir doch einmal stürzen, so haben wir durch eine einfache Übung mit einem Sessel von Frau Mutschlechner gelernt ohne fremde Hilfe aufzustehen. Eine Teilnehmerin hat die Übung erfolgreich vorgeführt, der Rest wollte sich vermutlich nicht vor der ganzen Schar der Teilnehmer:innen blamieren. Wir haben in diesem intensiven Kurs gelernt, dass Nichtstun unsere Bewegung behindert und verschlechtert.
Die Begeisterung der Teilnehmer war sehr groß und dankbar haben wie diese fulminanten eineinhalb Stunden genossen.
Jedenfalls war es der Wunsch zahlreicher Teilnehmer, Frau Mutschlechner im Herbst wieder einzuladen.
Ein Abend mit Lungenfacharzt Dr. Christoph Wildner
Dr. Wildner betonte, wie wichtig für jeden Menschen eine Lungenfunktionskontrolle sei.
Meist erfolgt eine Zuweisung des praktischen Arztes, man kann aber auch, besonders im fortgeschrittenen Alter, von sich aus den Lungenfacharzt aufsuchen. Wichtig wäre, nicht zu warten bis man Atemprobleme bekommt, sondern regelmäßig (einmal pro Jahr!) den Lungenfacharzt für eine Lungenfunktionskontrolle aufzusuchen. So kann man rechtzeitig Probleme mit der Lunge in den Griff bekommen.
Durch derartige regelmäßige Kontrollen kann z.B. auchTuberkulose rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Tuberkulose ist eine Krankheit, die lange ohne Symptome und nicht zu spüren ist. Am ehesten ist auf Husten, Nachtschweiß und Gewichtsverlust zu achten. Auch nützen Antibiotika kaum etwas. Durch Corona wurde Tuberkulose auch verstärkt. Tuberkulose wird vor allem bei Menschen beobachtet, die in engen Räumen leben, schwierige soziale Verhältnisse haben und eventuell auch noch Alkoholprobleme. Bei uns in Österreich tritt Tuberkulose selten auf und ist meldepflichtig, um Ausbreitung zu verhindern, verbunden mit Bemühungen jenen Menschen zu finden, von dem die Erkrankung ausgegangen ist.
Dr. Wildner berichtet dass so verborgene Erkrankungen wie Tuberkulose bei jungen Männern durch die Untersuchung bei der Stellungskommission für das Bundesheer entdeckt werden und er vermisst eine ähnliche Untersuchung für junge Frauen.
Asthma ist lange nicht erkennbar. Auch hier ist eine frühe Lungenfunktionskontrolle hilfreich, um rechtzeitig eine Behandlung sicherzustellen, die durch moderne Medikamente sehr hilfreich ist.
Bei COPD, einer Verengung der Bronchien, ist auch bei rechtzeitiger Behandlung zwar keine Heilung möglich, wohl aber kann ein fortschreiten der Erkrankung zum Teil verhindert werden. Auch bei COPD ist eine Lungenfunktionskontrolle wertvoll, um den Status des Erkrankten erkennen und behandeln zu können.
Ein interessanter Abend, um zu verstehen, wie es bei uns „drinnen“ ausschaut! Danke
Exkursion in die Walzengravieranstalt Guntramsdorf
60aufwärts geht auch auf Reisen um die Umwelt zu erkunden:
Tatort Walzengravieranstalt in Guntramsdorf.
Eine ausgediente, heute nicht mehr benötigte Produktionsstätte,
in der von Hand Stahlzylinder zum Bedrucken von Stoff, Papier,
Metallfolien, Kunststoff und Glas zwischen 1911 und 1986
hergestellt wurden. Dann wurde die kleine Werkstatt geschlossen,
musste der modernen Technik von Fotogravur und Laserstrahltechnik
weichen.
1987 wurde ein Verein zum Erhalt der Walzengravieranstalt gegründet
der mit Hilfe von Sponsoren den kleinen Betrieb mit 250 Quadratmetern
der Öffentlichkeit zugänglich hält.
Wir erhielten eine Führung durch Frau Breu vom Vorstand des Vereines
und konnten anhand eines Filmes, in dem auch Interviews mit ehemaligen
Mitarbeitern vorkamen, Einblick in die Arbeitsweise des Betriebes erhalten.
Besonders interessant war die Anlage insofern, da sie mit Hilfe einer
Transmission betrieben wurde, also durch eine Antriebswelle über den
Köpfen der Arbeiter, durch die die einzelnen Maschinen mit Treibriemen
in Bewegung gehalten wurden.
Der menschliche Erfindungsreichtum wurde uns durch dieses kleine
Museum sehr eindringlich vor Augen geführt!
Dank zahlreicher interessierter Menschen wurde dieses wichtige
Zeugnis früherer industrieller Arbeit nicht zerstört, sondern erhalten.
Am Samstag, dem 24. Mai 2025 hat sich Altbürgermeister Josef Ehrenberger auf Einladung des Vereins 60aufwärts und auf vielfachen Wunsch auf einen weiteren Rundgang in Münchendorf begeben. Bereits im Herbst 2024 war diese Veranstaltung sehr gut besucht und für diese zweite Auflage haben sich wieder etwa 70 Münchendorfer und Münchendorferinnen jeden Alters eingefunden – sogar der derzeit älteste Münchendorf war anwesend! Josef Ehrenberger hat auch diesmal mit seinen profunden Kenntnissen der Ortsgeschichte viele Details zur Entwicklung erzählt. Der Start war beim Pfarrstadel und das Ziel sollte die Trumauerstraße sein. Erste Station war bei der Pestsäule und vor dem Kriegerdenkmal bei der Alten Volksschule. Hier gab es viele Details zur Entstehungsgeschichte der Pestsäule, die diversen Restaurierungen und Veränderungen im Laufe der Zeit. Interessantes Detail: Hinter der Pestsäule steht eine Steintafel, in der eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1996, der 1000-Jahrfeier Österreichs, verborgen ist. Viele weitere Details gab es zu den Gebäuden rund um den Kirchenplatz, wo es früher unter anderem ein Gasthaus gab, einen Trafikstand und zu anderen Veränderungen in der Hauptstraße, wo heute das Haus Nr. 33 steht. Dazu gehört auch die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr, die hier am Kirchenplatz untergebracht war und natürlich das Badergassl. Dann ging es Richtung Hauptstraße 25. Bei dieser Station gab es viele weitere Geschichten über ehemalige Heurigen, Gasthäuser und Einkaufsmöglichkeiten, wie etwa Bäcker und den Konsum, natürlich bereichert mit persönlichen Erlebnissen unseres Altbürgermeisters und einiger Teilnehmer. Mit Informationen, welche Ärzte in welchen Gebäuden ehemals untergebracht waren, ging dieser Rundgang zu Ende. Das Interesse war groß und da es noch viele weitere Geschichten aus dem Ober- und Unterdorf, zum Kirchenplatz und dem Pfarrstadel zu erzählen gibt, haben wir mit Josef Ehrenberger ausgemacht, einen weiteren Rundgang für 2026 zu planen.