
Jahresrückblick 2016
Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereines 60 aufwärts!
Der Optimismus, mit dem wir vor einem Jahr den Schritt in einen neuen Zeitabschnitt getan haben, hat sich ausgezahlt, Trotz der in der Welt oft traurigen Zustände unter denen Menschen leiden müssen, haben wir hier bei uns ordentliche und sichere Verhältnisse.
Für unseren Verein gab es wieder viele erfreuliche Anlässe und Punkte, die wir gestalten und feiern konnten.
Wir haben neun Vorstandssitzungen abgehalten und damit die Kontinuität und den Bestand des Vereines gesichert. Alle gewählten und alle als „Weisenräte“ eingeladenen Mitglieder des Vorstandes - insgesamt 14 Personen - versuchen durch ihre Beiträge und ihr Mitdenken die Ziele unseres Vereines zu erreichen. Der Verein trägt auch zur Gestaltung des kulturellen Lebens in unserer Gemeinde Münchendorf viele Ideen bei.
Wohnen am Apfelgrund:
Ein für unseren Verein wichtiger Höhepunkt des Jahres war die Gleichenfeier für unser Projekt Betreutes Wohnen „Am Apfelgrund“, welche am 19. Mai begangen wurde. Die Bauarbeiter der Firma Fuchs unter der Leitung von Polier Franz Bauer, viele Ehrengäste und Vorstandsmitglieder hatten sich in den bereits vorhandenen Räumlichkeiten des Rohbaues versammelt. Nach den zahlreichen Reden wurde auf den erfolgreichen und vor allem unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten angestoßen. Am 9. September fand dann die erste Besichtigung durch Interessenten statt.
Zusammenarbeit mit Caritas:
Die Überlegungen des Vorstandes zum weiteren Engagement des Vereines im Projekt haben dazu geführt, dass wir aus Vernunft- und Sachgründen die Zusammenarbeit mit der Caritas gesucht haben und dort mit großem Verständnis aufgenommen wurden.
Somit wird die Caritas den Betreuungsvertrag mit der Baugenossenschaft „Heimat Österreich“ abschließen. Durch diese Entscheidung des Vorstandes ist eine fachlich und organisatorisch auf Dauer gesicherte Betreuung garantiert. 60 aufwärts wird der ortsansässige Partner in der Betreuung sein. Und durch persönliche und finanzielle Hilfe – soweit möglich - mitwirken, dass das neue Haus eine Heimat für seine Bewohner wird.
Bücherflohmarkt:
Ein wichtiger Bereich, damit das auch gelingen kann, ist nach wie vor unser Bücherflohmarkt, der einmal pro Monat an einem Wochenende ein hervorragend sortiertes Angebot an tollen Büchern darbietet.
So wird ein doppelter Effekt erzielt: Bücherfreunde können Bücher zu einem günstigen Preis (drei Euro pro Kilogramm) erwerben und mit dem Erlös können wir im Betreuten Wohnheim Initiativen für die Bewohner nach deren Wünschen setzen - Vorträge, Kurse, usw. In diesem Jahr waren wir von der Pfarre eingeladen den Bücherflohmarkt auch im Rahmen des Weihnachtsbasars der Pfarre zu öffnen. Wir haben zahlreiche Kisten mit wunderschönen Bücher in den Stadel geschleppt und uns dann über den großen Zuspruch sehr gefreut.
So versucht der Vorstand viele Gelegenheiten in unserem Dorf wahr zu nehmen, um Beiträge zur Dorfgemeinschaft zu leisten.
Auch beim „Advent im Hof“ der Pfarre haben wir mit unserer aktiven Teilnahme – am 16.12.2016 – unseren Beitrag geleistet.
Veranstaltungen:
Das Vortrags- und Veranstaltungsleben unseres Vereines kann sich sehen lassen:
Vorträge zu Themen wie „Gehirn-fit bis ins hohe Alter“, „Rheuma“ oder „Hautkrebs“ hatten wir in unserem Programm. Aber auch die heitere Lesung mit musikalischer Untermalung unter dem Motto „Wein, Weib und Gesang“ im Stadel hat viele begeistert.
Die Fahrt ins Naturhistorische Museum war sehr interessant und hat uns Details des Museums gezeigt, welche man als „normaler“ Museumsbesucher nicht erfährt.
Mutig nach Vorne blickend wollen wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen mit guten Ideen und mit Freude.
Achtung Sturzgefahr 26. Februar 2026
30 Personen hatten sich im Veranstaltungsraum eingefunden und harrten neugierig der Dinge, die mit ihnen passieren würden. Der Raum war prall gefüllt mit Erwartungen.
Diese Erwartungen wurden in den nächsten eineinhalb Stunden bei weitem übertroffen. Schwitzend und teilweise außer Atem wurden wir in die Welt der Übungen für einen gesunden und stabilen Körper eingeführt. Abwechslungsreich und mit großem Engagement wurden wir von Frau Andrea Mutschlechner in sehr sinnvolle und einfache Bewegungen eingeführt. Diese Bewegungen ermöglichen uns, den mit fortschreitendem Alter auftretenden Verlust der Muskelmasse wenigstens zum Teil auszugleichen und dadurch Stürze zu verhindern.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit können wir kleine Übungen in unsere Bewegungsabläufe einbauen, ohne eine eigene Turnstunde dazu zu benötigen. Ein Beispiel: Beim Zähneputzen am Morgen ein Bein anheben.
Viele Stürze sind eine Folge von Medikamenten, die einen Drehschwindel erzeugen können (mit Ärztin oder Arzt absprechen!)
Sollten wir doch einmal stürzen, so haben wir durch eine einfache Übung mit einem Sessel von Frau Mutschlechner gelernt ohne fremde Hilfe aufzustehen. Eine Teilnehmerin hat die Übung erfolgreich vorgeführt, der Rest wollte sich vermutlich nicht vor der ganzen Schar der Teilnehmer:innen blamieren. Wir haben in diesem intensiven Kurs gelernt, dass Nichtstun unsere Bewegung behindert und verschlechtert.
Die Begeisterung der Teilnehmer war sehr groß und dankbar haben wie diese fulminanten eineinhalb Stunden genossen.
Jedenfalls war es der Wunsch zahlreicher Teilnehmer, Frau Mutschlechner im Herbst wieder einzuladen.
Ein Abend mit Lungenfacharzt Dr. Christoph Wildner
Dr. Wildner betonte, wie wichtig für jeden Menschen eine Lungenfunktionskontrolle sei.
Meist erfolgt eine Zuweisung des praktischen Arztes, man kann aber auch, besonders im fortgeschrittenen Alter, von sich aus den Lungenfacharzt aufsuchen. Wichtig wäre, nicht zu warten bis man Atemprobleme bekommt, sondern regelmäßig (einmal pro Jahr!) den Lungenfacharzt für eine Lungenfunktionskontrolle aufzusuchen. So kann man rechtzeitig Probleme mit der Lunge in den Griff bekommen.
Durch derartige regelmäßige Kontrollen kann z.B. auchTuberkulose rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Tuberkulose ist eine Krankheit, die lange ohne Symptome und nicht zu spüren ist. Am ehesten ist auf Husten, Nachtschweiß und Gewichtsverlust zu achten. Auch nützen Antibiotika kaum etwas. Durch Corona wurde Tuberkulose auch verstärkt. Tuberkulose wird vor allem bei Menschen beobachtet, die in engen Räumen leben, schwierige soziale Verhältnisse haben und eventuell auch noch Alkoholprobleme. Bei uns in Österreich tritt Tuberkulose selten auf und ist meldepflichtig, um Ausbreitung zu verhindern, verbunden mit Bemühungen jenen Menschen zu finden, von dem die Erkrankung ausgegangen ist.
Dr. Wildner berichtet dass so verborgene Erkrankungen wie Tuberkulose bei jungen Männern durch die Untersuchung bei der Stellungskommission für das Bundesheer entdeckt werden und er vermisst eine ähnliche Untersuchung für junge Frauen.
Asthma ist lange nicht erkennbar. Auch hier ist eine frühe Lungenfunktionskontrolle hilfreich, um rechtzeitig eine Behandlung sicherzustellen, die durch moderne Medikamente sehr hilfreich ist.
Bei COPD, einer Verengung der Bronchien, ist auch bei rechtzeitiger Behandlung zwar keine Heilung möglich, wohl aber kann ein fortschreiten der Erkrankung zum Teil verhindert werden. Auch bei COPD ist eine Lungenfunktionskontrolle wertvoll, um den Status des Erkrankten erkennen und behandeln zu können.
Ein interessanter Abend, um zu verstehen, wie es bei uns „drinnen“ ausschaut! Danke
Exkursion in die Walzengravieranstalt Guntramsdorf
60aufwärts geht auch auf Reisen um die Umwelt zu erkunden:
Tatort Walzengravieranstalt in Guntramsdorf.
Eine ausgediente, heute nicht mehr benötigte Produktionsstätte,
in der von Hand Stahlzylinder zum Bedrucken von Stoff, Papier,
Metallfolien, Kunststoff und Glas zwischen 1911 und 1986
hergestellt wurden. Dann wurde die kleine Werkstatt geschlossen,
musste der modernen Technik von Fotogravur und Laserstrahltechnik
weichen.
1987 wurde ein Verein zum Erhalt der Walzengravieranstalt gegründet
der mit Hilfe von Sponsoren den kleinen Betrieb mit 250 Quadratmetern
der Öffentlichkeit zugänglich hält.
Wir erhielten eine Führung durch Frau Breu vom Vorstand des Vereines
und konnten anhand eines Filmes, in dem auch Interviews mit ehemaligen
Mitarbeitern vorkamen, Einblick in die Arbeitsweise des Betriebes erhalten.
Besonders interessant war die Anlage insofern, da sie mit Hilfe einer
Transmission betrieben wurde, also durch eine Antriebswelle über den
Köpfen der Arbeiter, durch die die einzelnen Maschinen mit Treibriemen
in Bewegung gehalten wurden.
Der menschliche Erfindungsreichtum wurde uns durch dieses kleine
Museum sehr eindringlich vor Augen geführt!
Dank zahlreicher interessierter Menschen wurde dieses wichtige
Zeugnis früherer industrieller Arbeit nicht zerstört, sondern erhalten.
Am Samstag, dem 24. Mai 2025 hat sich Altbürgermeister Josef Ehrenberger auf Einladung des Vereins 60aufwärts und auf vielfachen Wunsch auf einen weiteren Rundgang in Münchendorf begeben. Bereits im Herbst 2024 war diese Veranstaltung sehr gut besucht und für diese zweite Auflage haben sich wieder etwa 70 Münchendorfer und Münchendorferinnen jeden Alters eingefunden – sogar der derzeit älteste Münchendorf war anwesend! Josef Ehrenberger hat auch diesmal mit seinen profunden Kenntnissen der Ortsgeschichte viele Details zur Entwicklung erzählt. Der Start war beim Pfarrstadel und das Ziel sollte die Trumauerstraße sein. Erste Station war bei der Pestsäule und vor dem Kriegerdenkmal bei der Alten Volksschule. Hier gab es viele Details zur Entstehungsgeschichte der Pestsäule, die diversen Restaurierungen und Veränderungen im Laufe der Zeit. Interessantes Detail: Hinter der Pestsäule steht eine Steintafel, in der eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1996, der 1000-Jahrfeier Österreichs, verborgen ist. Viele weitere Details gab es zu den Gebäuden rund um den Kirchenplatz, wo es früher unter anderem ein Gasthaus gab, einen Trafikstand und zu anderen Veränderungen in der Hauptstraße, wo heute das Haus Nr. 33 steht. Dazu gehört auch die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr, die hier am Kirchenplatz untergebracht war und natürlich das Badergassl. Dann ging es Richtung Hauptstraße 25. Bei dieser Station gab es viele weitere Geschichten über ehemalige Heurigen, Gasthäuser und Einkaufsmöglichkeiten, wie etwa Bäcker und den Konsum, natürlich bereichert mit persönlichen Erlebnissen unseres Altbürgermeisters und einiger Teilnehmer. Mit Informationen, welche Ärzte in welchen Gebäuden ehemals untergebracht waren, ging dieser Rundgang zu Ende. Das Interesse war groß und da es noch viele weitere Geschichten aus dem Ober- und Unterdorf, zum Kirchenplatz und dem Pfarrstadel zu erzählen gibt, haben wir mit Josef Ehrenberger ausgemacht, einen weiteren Rundgang für 2026 zu planen.